Werbetexter oder Werbeagentur? - Jemand knallt aus Frust mit dem Kopf auf das geöffnete Laptop

Werbetexter oder Werbeagentur Reloaded
Oder: Warum ausgerechnet Webseiten von Werbeagenturen oft nichts taugen

Kunden gewinnen mit der Website. – Wie es geht, warum es manchmal nicht geht und auf was Sie achten sollten, damit es doch geht.

Eine (vielleicht doch nicht ganz so) kurze Geschichte der Internetzeit…

Schon oft hat Giacomo Leopardi (Name von der Redaktion geändert) gehört, dass ein Unternehmen ohne eigene Website von gestern ist. Herr Leopardi will aber nicht von gestern sein. Und da er durchaus auch ein paar neue Kunden brauchen könnte, beschließt er, eine Werbegentur zu beauftragen, um eine Website für sein Unternehmen zu entwickeln. Seine Wahl fällt auf eine Agentur, die zwar nicht gerade die günstigste ist, aber bereits viele schöne Webseiten ins Internet gebracht hat.

Ein paar Wochen später ist es soweit. Die neue Website ist online. Endlich im Internet! Sie sieht fantastisch aus, die technische Umsetzung ist gelungen, das Produkt- und Dienstleistungsangebot kann sich sehen lassen. Kurz: Die Kunden können kommen!

Doch nach einiger Zeit bemerkt Herr Leopardi, das irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Denn es kommen keine Kunden. Ein wenig frustriert ruft er noch einmal bei der Agentur an, um zu erfahren, woran das liegen kann. Er erfährt aber nur, an wem es natürlich auf keinen Fall liegen kann…

„Also an uns kann das nicht liegen. Wir haben Ihre Seite genau wie gewünscht gestaltet und auf Ihrer Wunschdomain online gestellt. Sie sieht fantastisch aus und die technische Umsetzung ist…“
„Ja, aber warum kommen dann keine Kunden über die Website?“
„Naja, eine Internetseite allein bringt noch lange keine Kunden. Wenn Sie mehr Kunden wollen, empfehlen wir Ihnen, zusätzlich einen Flyer und eine Broschüre für Ihr Unternehmen zu produzieren. Da könnten wir Ihnen…“
„Wozu brauche ich denn die Website, wenn Sie keine Kunden gewinnt?“
„Eine Website gehört zum modernen Marketingmix heute einfach dazu. Sie wollen doch nicht von gestern sein? Aber sie ist nur ein Teil im großen Marketing-Puzzle. Mit einem oder besser drei zusätzlichen Flyern und einer schönen Image-Broschüre könnten Sie…“

Stoooopp! An dieser Stelle blenden wir uns aus dem Verkaufsgespräch aus. Die entscheidende Frage konnte ohnehin auch im weiteren Verlauf des Gesprächs nicht geklärt werden:

 

Kann man mit einer Internetseite keine Kunden gewinnen?


Vorweg: Doch, man kann! Wenn sie richtig gemacht ist. Die Website von Herrn Leopardi war das allerdings nicht. Doch was um alles in der Welt ist schief gelaufen, wenn die Umsetzung sogar durch eine erfahrene Werbegentur erfolgte?

Oft fehlt Websites etwas ganz Entscheidendes zum Erfolg: Eine ganzheitliche, strategische Konzeption. Ganzheitlich deshalb, weil dazu nicht nur Dinge wie Design, Usability oder deren technische Umsetzung, sondern auch und vor allem die Inhalte von Websites zählen. In erster Linie ist das ein von vorne bis hinten durchdachtes Konzept inklusive der dazugehörigen Texte. Denn die sind es, denen das Informieren, Begeistern und Verkaufen bei den gewünschten Kunden gelingen muss. Und noch etwas muss den Texten gelingen: Neben den menschlichen Besuchern auch die Suchmaschinen zu überzeugen, damit es tatsächlich auch Besucher gibt.

Wie unschwer zu erkennen ist, wohl einige der wichtigsten Aspekte eines Internetauftritts überhaupt. Und gerade diese werden vor allem in auf Webdesign spezialisierten Agenturen gerne verdrängt. – Mangels Texter und geeigneter Konzeptioner. Massenweise zur Hand sind dagegen Kundenberater (sprich: Verkäufer), Grafiker, Designer, Layouter und Programmierer. Weil das so ist, wird also munter verkauft (möglichst inklusive Newslettersystem, datenbankgestützter Suchfunktion, Content Management System und so weiter und so weiter) und dann in falscher Reihenfolge konzipiert. Es wird designed und layoutet, Bildmaterial recherchiert und retuschiert, fleißig programmiert und das Ganze schließlich zu einem optisch beeindruckenden Ergebnis zusammengebaut. Ohne echte Inhalte, aber in der Hoffnung, dass der Auftraggeber schon irgendwie selbst für Texte sorgen wird. Zur Not kann ja der neue Praktikant noch schnell ein paar Zeilen schreiben. Oder es wird ein bisschen Textmaterial des Wettbewerbs und solches aus bereits vorhandenen Broschüren neu zusammengewürfelt. Bis dahin werden die weißen Flecken auf der Website erstmal mit Blindtexten übertüncht. Sex sells. Und Design ist eben auf den ersten Blick sexy. Buchstaben nicht.

Wenn der Online-Termin näher rückt, wird’s dann hektisch. – Der Kunde hat nur ein paar Stichpunkte geliefert. Irgendwer anders muss die halbfertige Arbeit nun schnell mit Inhalten füllen. Mist! Der Praktikant hat frei. Es nützt alles nichts, ein Texter muss her! Und der ist nun nicht mehr zu beneiden: Er muss die vorherigen Versäumnisse in viel zu kurzer Zeit entweder ausbügeln oder ausbaden. In 99,249 % aller Fälle wird er nämlich feststellen, dass entweder die Texte nicht zum Layout passen, dass Layout für die Berücksichtigung der Suchmaschinen nicht geeignet ist, Änderungen im Design notwendig sind, Menüstruktur und Konzept nicht konform gehen oder die getroffene Bildauswahl nicht brauchbar ist. Wenn die Herren Designer ganze Arbeit geleistet haben, kann auch schon mal alles gleichzeitig zutreffen.

Entweder kapituliert er nun und passt Text und Konzept an den Status Quo an (die Auswirkungen auf den Erfolg der Website dürften auf der Hand liegen) oder alle Missstände müssen nachträglich beseitigt werden (was entweder den Auftraggeber oder die Agentur Geld und Letztere zumindest auch Ansehen kostet).

 

Was tun, um eine Website wirklich erfolgreich zu machen?


Keine Frage: Falls Sie eine neue Website planen, gilt es, ein solches Desaster von Anfang an zu vermeiden. Was also tun, um dem Schicksal unseres Herrn Leopardi zu entgehen? – Vor allem eines: Den Webdesignern Ihrer Wahl vor dem Auftrag ein paar Fragen stellen:

  • Werden in der Agentur nicht nur schöne, sondern auch suchmaschinenfreundliche Webseiten gebastelt?
  • Beschäftigt die Agentur einen Texter oder arbeitet die Agentur mit einem Texter zusammen?
  • Verfügt dieser Texter über Erfahrung in der Konzeption von Webseiten?
  • Handelt es sich um einen SEO-Texter?
    (Ein SEO-Texter kennt die Kriterien für suchmaschinenfreundliche Internettexte, und berücksichtigt sie beim Texten für Webseiten.)
  • Kann der Texter von Anfang an in die Konzeption der Website einbezogen werden?

Wenn Sie fünfmal „Jawoll!“ hören, ist das jedenfalls schon mal Erfolg versprechender als fünfmal „Nö“. Oder Sie gehen gleich den sicheren Weg und fragen den Texter Ihres Vertrauens, ob er mit erfahrenen Netzwerkern zusammenarbeitet, die Ihren Internetauftritt unter seiner kompletten Regie realisieren können.

Da hören Sie dann nämlich auf jeden Fall fünfmal „Jawoll“. Und dann kann’s auch mit den Kunden via Internet klappen.