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Texter & Werbetexter
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Oder: Kundenansprache vs. Kundenverarsche

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Oder: Die Auflösung des Google-Mysteriums

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Herzen gewinnen:
Das Sternschnuppenmädchen Katinka
Das Sternschnuppenmädchen Katinka


Bin ich ich oder wir(r)?
Oder: Kundenansprache vs. Kundenverarsche

Inkognito

6. Juni 2008

Neulich brachte mich eine Frage zum Schmunzeln, die in einem Forum gestellt wurde.

Dort wurde gefragt, ob man das eigene Unternehmen auf der Website lieber in der Ich-Form oder in der Wir-Form präsentieren sollte. Eigentlich ganz einfach, oder doch nicht? Wenn mehrere Personen in einer Firma arbeiten, dann sind die wir. Wenn ich als einzige Person eine Firma betreibe, dann bin ich ich.

Aber tatsächlich bin ich selbst schon mehr als einmal auf einer Website gelandet, auf der konsequent „Wir beraten sie…, Wir sind für Sie da…, unsere Lösungen… etc.“ in die Tasten gehauen wurde, obwohl sich relativ schnell der Verdacht aufdrängte, dass es sich um eine One-Man-Show bzw. eine One-Women-Show handelt. Der Fall ist klar: Das „wir“ soll das Know-how und die Tatkraft mehrerer Mitarbeiter suggerieren.

„Ich möchte „wir(r)“ schreiben, weil eine größere Firma vielleicht keinen Auftrag an eine einzelne Person vergibt“, hieß es in dem Forum in etwa. Richtig ist: Eine „größere Firma“ vergibt keinen Auftrag an eine Person, die für die gestellten Anforderungen nicht qualifiziert ist. Und den Einzelnen, der vorgab, mehrere Personen zu sein, verklagt sie hinterher höchstens wegen Betrugs. So ist das!

In aller Regel wird es allerdings nicht einmal zur Auftragsanbahnung kommen. Das Vertrauen, dass durch die Kraft vieler Köpfe und Hände vorgegaukelt werden soll, weicht im Zweifelsfall schnell gesundem Misstrauen. Klick auf das Impressum. Aha, eine Einzelfirma. Verdacht Bestätigt. Klick auf „Über uns“. – Keine Mitarbeiter zu sehen! Nächster Klick: Zurück zur Suchmaschine. Der potentielle Kunde ist weg. Und falls er doch anruft und mit der Abteilung „Verkauf“ sprechen will oder sich bei einem Besuch des mehrstöckigen, auf der Website abgebildeten Firmengebäudes ein persönliches Bild vom vorgeschwindelten Mitarbeiterstab machen möchte, wird es richtig peinlich.

Alleine zu sein, muss nicht peinlich sein!

Wenn Sie Single sind, präsentieren Sie Ihre Persönlichkeit und die Vorteile, die es nur bei Ihnen gibt, anstatt sich Vertrauen auf Wackelstelzen zu erschleichen. Freelancer und Einzelkämpfer sind durchaus gefragt und ausgewachsenen Unternehmen mitunter vorzuziehen, weil sie oft…

  • flexibler sind
  • kostengünstiger sind
  • exakt das benötigte Spezialwissen auf der Pfanne haben
  • bereit sind, auch außerhalb der üblichen Bürozeiten das Telefon oder die Beine in die Hand zu nehmen
  • nicht ständig zu einem Kollegen durchstellen wollen, der die gestellte Frage vielleicht beantworten könnte, aber leider gerade im Urlaub ist

Also, liebe Singlefirmen: Vergesst wir! Seid ihr! Single zu sein ist in!
Und der Ehrliche hat den Längsten…

…Atem.






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