Kegeltricks
Oder: Wie man eine Webseite bei Google auf Platz 1 bringt.
16. November 2007
Kegeltricks auf der Seite eines Werbetexters? Sie haben recht – das will thematisch irgendwie nicht so richtig passen. Lassen Sie mich kurz erklären, warum es hier trotzdem um Kegeltricks geht:
Vor kurzem wurde ich in ein Gespräch darüber verwickelt, wie schwierig es sei, eine Webseite bei Google auf Platz 1 zu bringen. Wie Sie vielleicht wissen, oftmals tatsächlich ein nicht ganz leichtes, langwieriges und leider auch arbeitsintensives Unterfangen.
Natürlich wollte ich beweisen, dass es dennoch möglich ist. Und das sogar mit wenig Aufwand. Uns fehlte allerdings noch ein Suchbegriff, mit dem die Webseite denn nun auf Platz 1 zu bringen wäre. Da die Unterhaltung während eines Kegelabends stattfand, haben wir uns kurzerhand für den Suchbegriff „Kegeltricks“ entschieden.
Zwecks Suchmaschinenoptimierung hätte ich nun eigentlich gleich eine ganze Liste von Dingen abarbeiten müssen:
1. Die besten Kegeltricks der Welt auf einer Webseite zusammenfassen.
2. Die Webseite in etwa 127 Webkataloge und bei 10 Social-Bookmark-Diensten eintragen.
3. 32 völlig wertlose Artikel für Artikelverzeichnisse schreiben, Links mit dem Suchbegriff „Kegeltricks“ in die Artikel einbauen und mit der Webseite verlinken.
4. So viele Webseitenbetreiber (vorzugsweise solche von kegelrelevanten Seiten) wie möglich dafür bezahlen bitten, Links auf die Webseite zu setzen.
5. Eine On-Page-Optimierung der Webseite auf den Suchbegriff „Kegeltricks“ vornehmen.
Da ich für erstens, zweitens, drittens und viertens weder Lust noch Zeit hatte, habe ich mich nur um fünftens gekümmert. Hier können Sie prüfen, ob es funktioniert hat.
PS: Mein Bekannter wusste übrigens nicht, dass es für den Suchbegriff „Kegeltricks“ bei Google vorher nur etwa 2 Treffer gab. Es wird also wohl nicht allzu schwierig, auf Platz 1 zu landen. Zumindest Seite 1 sollte drin sein. ;-) Falls für Ihre Seiten ein härter umkämpftes Keyword wichtig ist, sollten Sie das Abarbeiten von erstens, zweitens, drittens und viertens daher zusätzlich in Betracht ziehen.
PPS: Das mit den Webkatalogen funktioniert übrigens zusehends schlechter. Google hat nämlich längst bemerkt, dass es sich bei fast allen Webkatalogen um Projekte von Suchmaschinenoptimierern handelt, um Folgendes zu tun: Auf eigene sowie Webseiten von Kunden zu linken und um Werbung einzublenden. Kurz: Dem Kohle verdienen dienen und dafür jeden auch noch so irrelevanten Link setzen. Solche Links aus Webkatalogen zählen daher kaum noch für die Google-Platzierung.
PPPS: Das mit den Artikelverzeichnissen funktioniert in Bälde wahrscheinlich ebenso wenig. Google hat nämlich längst bemerkt…
Macht ja nix. Die Suchmaschinenoptimierer Ihres Vertrauens denken sich gerne neue Techniken aus, um Ihre Website bei Google auf Platz 1 zu bringen. Vielleicht sogar ganz ohne Kegeltricks.
PPPPS: Wenn Sie diese Webseite in den Google-Ergebnissen weiter nach oben bringen möchten, verlinken Sie sie einfach! Als klickbaren Linktext wählen Sie bitte „Kegeltricks“ oder eine Keywordkombination Ihrer Wahl, in denen das Wort Kegeltricks auftaucht.
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