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Ein Pferd frisst keinen Gurkensalat
Oder: Wenn du Erfinder bist...

Kein Anschluss unter dieser Nummer

1. September 2007

„Ein Pferd frisst keinen Gurkensalat.“

So lauteten die ersten Worte, die jemals mittels einer elektrischen Apparatur übertragen wurden. Der deutsche Physiker Philipp Reis war es, der 1860 als erster ein Gerät gebastelt hatte, das Sprache übertragen konnte. Diese durchaus praktische Erfindung nannte er „Telefon“.

Können Sie sich vorstellen, dass der Erfinder dieser derart bahnbrechenden Technologie seine Idee nie verkaufen konnte und verarmt starb? Leider war das genau so! Reis war zwar ein genialer Tüftler, von Marketing hatte er allerdings nicht die geringste Ahnung. Meine Website kannte er auch nicht. Und so kam alles, wie es kommen musste...

Ein ganz anderer Kerl, namens Alexander Graham Bell, wurde mit einer Erfindung stinkreich, die er eigentlich nur aufgegriffen und weiterentwickelt hatte. Allerdings wusste Mr. Bell genau, worauf es beim Verkaufen ankommt:

1876 stellte Bell „sein“ Telefon der Öffentlichkeit in einer spektakulären Vorführung auf der Weltausstellung in Philadelphia, Pennsylvania vor. Und zwar so überzeugend, dass die ein Jahr später von ihm gegründete Gesellschaft mit der Lieferung der Apparate bald nicht mehr nachkam. 1880 wird die “Bell Telephone Company” zur “American Telephone and Telegraph Company” (AT&T) und zur bis heute größten Telefongesellschaft der Welt.

Und die Moral von der Geschicht’: Ein Pferd frisst keinen Gurkensalat nicht. Wenn du Erfinder bist, vergiss das Marketing nicht!






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